Alle Artikel von “Dean Ruddock

20:00– 28:00 Uhr Einlass: 19:30 Uhr
Am Kanal 30, Leipzig-Plagwitz Eintritt frei

In Zwischen zucken zweitausendzweiundzwanzig zinnoberrote Zwitterwesen zu zwingenden Zerwürfnissen zerspalten die zahmen Zahnräder der Zeit. Zuvorderst zahlt der Zaungast zappenduster die Zeche, bis der Zampano zitternd das Zölibat zentriert. Zahnschmelz zementiert im Zuckerguss Zitronensäurezyklen des Zerfalls. Zielen die Zonen des Zorns in zügellose Zentrifugen, bis zellulärer Zunder wie zufällig die Zinsen der Zivilisation zersetzt?Zugeneigte Zuhörer und Zuhörerinnen, willkommen in unserem Zirkumflex In Zwischen der langen Nacht der Hörkunst !

Das Hörspiel Vorschlag einer Struktur, basierend auf einem Text des Kollektivs Gelbe Supp (Kathrin Frech, Anna Maria Pahlke, Luise Hess, Marie Kübler, Julia Römpp) wird im Rahmen des Leipziger Hörspielsommers gespielt. (Auf der Website steht 25:15 Uhr – was vermutlich 1:15 Uhr Morgens bedeutet)

Futurology Kiosk

15.06 – 05.07
Sophienstiftplatz, Weimar, Germany

<<Once upon a time, the timeline broke into tiny pieces, and everything that had existed broke within. We entered the era of Reversal, backpedaling in the direction of the Beginning, where the world was about to start again or remain. While exploring haptically the skeletons of time, we see how differently they were treated. Their parts were cut, their surface destroyed, crippled, and often left with scars. The color faded away, texture mutilated, being wrapped in the past with its shape deformed. These fossils have neither purpose nor history. The artifacts were floating around, losing their structure, scent, purpose, and gravitation. Their bodies were thoroughly examined and carefully excavated from the void they were found in. Shoveled Future relics materially culminate while being dug out. Their existence depends on the speculation and imagination of the observer. Found broken, longing for what is lacking in a changed present, or Future.>>

The Futurology Kiosk is a mixed-media project founded by visual artist Nadja Kracunovic. Combining multiple mediums, sound (Future Nostalgia FM radio), spatial installation (kiosk as a time capsule), and performative objects (ceramics), its futuristic experience unsettles the present and speculates on the future. The inventory consists of imaginatively designed broken ceramics lavishly displayed to be dug out and explorred. The artifacts are excavations from the future bringing nostalgia for what has never happened. The project has a narrative that waves between imagination, aspirations, and human interactions while exploring new fusions between mediums.

The founder of the Futurology Kiosk:
Nadja Kracunovic

Future Nostalgia FM radio team:
Nadja Kracunovic
Denise Lee
David Bilek
Dean Ruddock

Future Nostalgia newspapers design
Jonas Lenz

Listen to Future Nostalgia FN:
https://www.futurenostalgia.digital/

Studio Literatur

Der Podcast der Literarischen Gesellschaft Thüringen

Im Studio Literatur ist dieses Mal der zur Zeit in Weimar lebende Spoken-Word-Poet Dean Ruddock zu Gast. Dean wurde 1992 in Paderborn geboren, begann als Musiker, ist dann über das Poetry-Slam-Format zum Filmemmacher, Veranstalter, Herausgeber, Poet, Medienkünstler und Workshop-Leiter geworden. Seit Ende 2015 gibt er gemeinsam mit der Poetin Fatima Moumouni rassismuskritische Workshops mit dem Fokus auf Sprache. Künstlerisch interessiert er sich vor allem für den Transfer von Text in andere Medien, aber auch die Kreuzung von gesellschaftspolitischen Fragen und künstlerischen Perspektiven auf diese. Besondere Beachtung finden postmigrantische und postkoloniale Fragen in seiner Arbeit. Seit 2018 ist Dean Ruddock Teil des Kollektivs »Tanzpoeten«, das an der Schnittstelle von Tanz und Poesie experimentiert und forscht. 2019 zog er nach Weimar, um Medienkunst und Mediengestaltung an der Bauhaus-Universität zu studieren.

Nachhören

Moderation: Guido Naschert, Stefan Petermann

Erstsendung: Radio Lotte, 15.03.2022, 22:00-23:00 Uhr

2022

19.03.
Markt der Möglichkeiten 2022. Workshop: Heimat & Identität, Wewelsburg.

23.04 – 24.04.
Performance & Schreibworkshop. Gladhouse, Cottbus.

6.06. – 8.05.
Intensivworkshop: Spoken Word Poetry. Stellwerk, Weimar.

19.05.
Hör.Box. Hörabend. Theater Erfurt.

19.05. – 21.05.
Resonanzen – Schwarzes LiteraturfestivalRuhrfestspiele, Recklinghausen.

15.06.
Poesiefestival 2022:
Mein Prinz, ich bin das Ghetto. Workshop zur Lyrik-Vermittlung mit Dinçer Güçyeter und Nancy Hünger. Haus für Poesie, Berlin.

20.06.
Poesiefestival 2022:
Undine tanzt. Performance mit Lyrik und Urban Dance. AdK, Berlin.

Workshop Heimat & Identität

Vorstellungen von Identität und Heimat dominieren mal mehr mal weniger subtil aktuelle Diskurse um Integration und Rassismus, färben sie ein und prägen sie maßgeblich. Dabei wird vorausgesetzt, dass alle wissen, was das eine oder andere sei und sich dazu in irgendeiner Form positioniert haben.

Diese Selbstverständlichkeit wird in diesem Workshop in Frage gestellt:
Begleitet durch künstlerische Methoden und Übungen der politischen Bildung treten wir hier in einen Austausch miteinander und fragen uns: Was ist eigentlich Heimat? Was ist meine Identität? Wie exklusiv sind diese Konzepte?
Es wird kein Wissen vorausgesetzt.

Der Eintritt zum Markt der Möglichkeiten als auch die Teilnahme an den Workshops sind kostenlos. Interessierte sind herzlich eingeladen. Für Verpflegung ist gesorgt.

Der „Markt der Möglichkeiten“ findet im Rahmen der „Aktionswochen gegen Rassismus“ statt.
Bei verschiedenen Veranstaltungen zwischen dem 14. und 27. März soll auf das Problem Rassismus aufmerksam gemacht werden und Handlungsmöglichkeiten dagegen aufgezeigt werden.

Überblick über das restliche Programm, weitere Informationen

Ort
Kreismuseum Wewelsburg
Burgwall 19 33142 Büren-Wewelsburg

Veranstalter
DemokratieBüro Kreis Paderborn, Kreismuseum Wewelsburg

Termine
Sa, 19.03.2022, 10:00 – 16:00 Uhr



Online Lesung am 15.11.2021

Auftaktveranstaltung der onlinebasierten Konferenz Umbau/Neubau:
Die Lyrik und ihre Gewerke.

(c) 57Nord

Im deutschsprachigen Raum gibt es eine beachtenswerte Vielfalt an produktiven künstlerischen Positionen, die sich dem Spokenword zuordnen. Obgleich diese Szenen bereits handlungsfähig, international vernetzt und in institutionellen Zusammenhängen aktiv sind, bleiben ihnen bislang kulturpolitische Anerkennung und die Förderung als eigenständige literarische Kunstform oft verwehrt.

Jüngst haben 10 Spokenword-Künstler*innen mit dem „Hausacher Protokoll“ den Aufschlag zu einer poetologischen Selbstbestimmung des deutschsprachigen Spokenword gemacht, nun stellt sich die gleichnamige AG dem Netzwerk Lyrik und der Öffentlichkeit mit einer Poetry Clip-Show vor. Jeweils fünf künstlerische Positionen ergeben einen Abend, einen Einblick in ein Spektrum, einen Vorgeschmack dessen, was noch kommt.

Am 15.11. mit Beiträgen von Dominiqe Macri, Dean Ruddock, Dirk Hülstrunk, Frank Klötgen und Miedya Mahmod.
Moderiert von Samuel Kramer.

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