1. Platz beim Manuskriptwettbewerb des 19. Leipziger Hörspielsommers

(c) Caecilie Schneider

Das von Cäcilie Willkommen und mir produzierte Hörspiel „Vorschlag einer Struktur“ basierend auf dem gleichnamigen Text vom Kollektiv Gelbe Supp wurde mit dem ersten Preis des vierten Manuskriptwettbwerbes des 19.Leipziger Hörspielsommers ausgezeichnet!

Vielen Dank an das Kollektiv, für den Text – es hat uns viel Spaß gemacht, daran zu arbeiten.
Vielen Dank an unsere Schauspieler*innen Dascha Trautwein, Tahera Hoshemi und Krunoslav Sebrek.
Vielen Dank an Frederike Moormann und Fabian Kühlein für die künstlerische Betreuung des Projektes.
Vielen Dank an das Team vom Leipziger Hörspielsommer für diesen schönen ersten Hörspielsommer.
Gratulation auch an alle anderen!

Als nächstes läuft das Stück beim Berliner Hörspielfestival, auch online.

In Kategorie: Blog

Transnational Memory Culture w/ Ulf Aminde, Free Bangura, Dean Ruddock & Margarita V. Beltran

Monuments, statues and street names bear witness to what a society seeks to preserve, what it denies and what it erases. Public places of commemoration thus also become a space for negotiating the social reality of the present. A current example of the attempt to intervene in collective memory are the monument takedowns in the course of the Black Lives Matter movement in the US. A major project that discusses innovative ways of remembrance culture in the U.S. and Canada is Shaping the Past (a co-op between the Goethe-Institut, the Monument Lab and the Bundeszentrale für politische Bildung ), which brings together activists from the U.S., Canada, Germany and Mexico. Two fellows of Shaping the Past, Ulf Aminde and Free Bangura, are in conversation with two activists and artists from Weimar, discussing practices of anti-racist memory culture and decolonization in public space.

Moderation: Lena Jöhnk (Goethe-Institut Washington DC)

Part of the radio program „GenerationFM“ during the Kultursymposium Weimar 2021.

Keine Gerechtigkeit, kein Frieden

Perspektiven Schwarzer Aktivist*innen
Folge 4: Mirjam Elomda

In dieser Folge spricht Dean mit Mirjam Elomda über die gemeinsame Umbenennungskampagne
der ISD Thüringen und Decolonize Erfurt.
Das Nettelbeckufer wurde nach Joachim Nettelbeck –
einem Akteur des Kolonialismus und Sklavenhandels – benannt.
Mirjam Elomda, die ISD und Decolonize Erfurt engagieren sich für eine kritische
Reflexion der Person Nettelbeck und eine Umbennung der Straße in
Gert-Schramm-Ufer. Der Afrodeutsche Gert Schramm wurde 1928 in eben jener Straße geboren,
überlebte Buchenwald und engagierte sich aktiv gegen Rechtsextremismus.

Decolonize Erfurt

Tanzpoeten – Keines Menschen Eigen

TanzPoeten – Keines Menschen Eigen from Center for Literature on Vimeo.

von und mit:
TanzPoeten (ProArtiSt Münster)
Sound-/Textcollage: Dean Ruddock
Tanzregie/Szenographie: Nelly Köster
Regie/Dramaturgie: Bettina Henningsen
Kamera/Schnitt: Philipp Wachowitz
Tänzer*innen: Claudia Iglesias Ungo, Solomon Quaynoo

Das CfL schreibt:

Für unsere Denkfabrik zum Thema Politik und Gefühl im April diesen Jahres entwickelte das Kollektiv TanzPoeten bereits einen lyrisch-luziden Videoclip, zwischen Alltagspoesie, Smartphone-Ästhetik und der Enge und Isolation des Körpers in Pandemiezeiten.
Für den Neustart der Museen schenken sie dem Center for Literature noch einen solch hybriden Film.
In Keines Menschen eigen mixen sie erneut Tanz und Literatur und erforschen diesmal Burg Hülshoff: die offiziellen, repräsentativen Museumsräume genauso wie abgelegene Ecken, Dachböden, Scheunen.
Doch im Tanz kommt es nicht drauf an, was die Räume schon sind, sondern was sie für uns werden können. In der Bewegung merken wir: Hochherrschaftlicher Gartensaal und sandige Vorburg sind sich ebenbürtig.
Im Zentrum des Films steht auch ansonsten die Frage nach Gleichstellung: in Annette von Droste-Hülshoffs Leben, in der Alltagskultur der Burg gestern und heute (aber auch morgen) – und nicht zuletzt in der Kunst. Denn klingt Emanzipation in der Dichtung nicht ganz anders als im handfesten politischen Streit? Ist der Blick aufeinander nicht immer schon ein anderer?

The collective TanzPoeten, or dance poets, have produced a lyrically lucid video clip. Working somewhere between dance and literature, they research Burg Hülshoff: including representative museum spaces as well as secluded corners, attics and barns.

Major Noise, Minor Voice

– außerparlamentarische Wortmeldungen
Eine Soundcollage von Zelda Diedrich und Dean Ruddock wird Teil von Decolonize Weimar

Decolonize Weimar ist ein Projekt von Studierenden der Bauhaus-Universität Weimar, vor allem der Studiengänge Medienwissenschaft und Medienkunst. Damit schließen wir uns zahlreichen Initiativen für postkoloniales Erinnern an, die in verschiedenen Städten wie Berlin, Erfurt oder Jena losgetreten wurden und in denen durch Graswurzelinitiativen lokale Stadtgeschichten neu erzählt werden.

In einigen Städten hat dies zu einer breiten Debatte über Erinnern im Stadtraum geführt. In anderen Städten sind neue Erinnerungsorte entstanden. Auch in Weimar, einer Stadt mit so vielen Schichten der Erinnerung, sind längst nicht alle Geschichten erzählt.

Mit einem Stadtplan und einem Stadtrundgang sollen die kolonialen Orte Weimars vorgestellt und diskutiert werden. Dadurch soll eine Debatte darüber ermöglicht werden, wie man […weiterlesen]

„Major Noise, Minor Voice – außerparlamentarische Wortmeldungen“ thematisiert auf subjektive Weise die von vielen wahrgenommene Verschiebung der Grenzen des Sagbaren im politischen Diskurs um Diversität. Hierbei treffen Extreme aufeinander – Stimmen, die bundesweit in Parlamenten eine Plattform bekommen und von hier aus maßgeblich zur Veränderung des gesellschaftlichen Klimas beitragen und die Stimmen derer, die häufiger thematisiert als gehört werden.

Die Medienkunst-Studierenden Zelda Diedrich und Dean Ruddock sammelten Erfahrungsberichte in den Queer- und BIPOC-Gemeinschaften von Weimar und Erfurt, sowie dem Umfeld der Bauhaus-Universität. Betroffene bekommen den Raum über ihre Erfahrungen mit Alltagsdiskriminierung zu sprechen. Herausgekommen ist eine kontrastreiche Soundcollage, welche die Konsequenzen des zunehmenden Populismus dokumentiert, aber auch wie tief dergesellschaftliche Graben zwischen denen die in Parlamenten sprechen und denen, über die gesprochen wird, ist.


Keine Gerechtigkeit, kein Frieden – Perspektiven Schwarzer Aktivist*innen (Folge 1)

Anlässlich der Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt in den U.S.A.,
die auch zu Demonstrationen in Deutschland geführt haben, ist ein bisher dreiteiliger Themenschwerpunkt mit Fokus auf die Situation im deutschprachigen Raum entstanden.

Folge 1:
Fatima Moumouni – Spoken-Word-Künstlerin, Autorin und Aktivistin mit Wohnsitz in der Schweiz.
Fatima beschäftigt sich auf unterschiedlichen Ebenen (in ihrer Kunst, aber auch z. B. in Kolumnen) mit dem Thema Rassismus. Sie spricht unter anderem über ihre Erfahrungen, als Expertin in Talk-Shows eingeladen zu werden und was man dabei über den Umgang „der Medien“ mit Rassismus lernt.

Entstanden 2020, an der Professur für experimentelles Radio der Bauhaus-Universität Weimar.

Tanzpoeten: Beitrag zur Denkfabrik „Politik & Gefühl“

Denkfabrik Politik und Gefühl – Tanzpoeten unterwegs – Ich möchte meine Wut verbergen from Center for Literature on Vimeo.

Info-Text zur Performance:
Was bewirkt Sprache – als Satz auf den Ohren, Wort in den Augen, Stimme auf der Haut, unter den Sohlen, bis in die Knochen?

„Ich möchte Meine wut verbergen“ ist das Ergebnis eines Interviews des Künstler*innen-Kollektivs „TanzPoeten“ mit Menschen aus dem Münsterland und eine Antwort auf die Frage: Was ist der Unterschied zwischen Wahrheit und Ehrlichkeit? Das Ergebnis ist eine digitale Video-, Sound- und Tanzinszenierung, eine Collage aus Interviews, Rap, Musik, Sound und Bewegung.

Eine Produktion des Kollektivs Bettina Henningsen, Dean Ruddock, Joachim Goldschmidt.

Mit: Tänzer*innen / Claudia Iglesias Ungo, Solomon Quaynoo, Musiker/Komposition / Benjamin Kövener (Schlagzeug, Soundcollage), Ruslan Maximovski (Akkordeon), Tanzvideoregie / Nelly Köster und Videodesign / Philipp Wachowitz

Gefördert durch die LWL Kulturstiftung, dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und der Kulturförderung Kreis Steinfurt.

Beitrag im Rahmen der Denkfabrik Politik und Gefühl.
Wie sind Politik und Gefühl heute verbunden? In einer andersartigen Konferenz, einer Denkfabrik, kommen Menschen aus Kunst, Wissenschaft und Studierende zusammen.

Politik & Gefühl wird präsentiert von Burg Hülshoff – Center for Literature und brut Wien und gefördert durch den Deutschen Literaturfonds e.V.

Denkfabrik „Politik & Gefühl“ findet online statt

Ausführliche Informationen zur Veranstaltung gibt es hier.

Ich bin als Teilnehmer der Panels dabei, habe aber auch die Ehre mit dem Tanztekste-Kollektiv die Eröffnungsperformance darzubieten.
Ursprünglich als Live-Performance-Mix aus Tanz, Text, Musik und Soundschnipseln gedacht ist jetzt ein Clip entstanden, der ursprünglich nur eine Notlösung in Anbetracht der Coronakrise war, nun aber für sich steht.

TanzTekste on the road – „Ich möchte Meine wut verbergen“
Was bewirkt Sprache – als Satz auf den Ohren, Wort in den Augen, Stimme auf der Haut, unter den Sohlen, bis in die Knochen?

„Ich möchte Meine wut verbergen“ ist das Ergebnis eines Interviews des Künstler*innen-Kollektivs „TanzPoeten“ mit Menschen aus dem Münsterland und eine Antwort auf die Frage: Was ist der Unterschied zwischen Wahrheit und Ehrlichkeit? Das Ergebnis ist eine digitale Video-, Sound- und Tanzinszenierung, eine Collage aus Interviews, Rap, Musik, Sound und Bewegung.

Eine Produktion des KünstlerInnenkollektivs Bettina Henningsen, Dean Ruddock, Joachim Goldschmidt.

Mit: Tänzer*innen / Claudia Iglesias Ungo, Solomon Quaynoo, Musiker/Komposition / Benjamin Kövener (Schlagzeug, Soundcollage), Ruslan Maximovski (Akkordeon), Tanzvideoregie / Nelly Köster und Videodesign / Philipp Wachowitz

Gefördert durch die LWL Kulturstiftung, dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und der Kulturförderung Kreis Steinfurt

***Donnerstag, 23.04. um 18:35*** Uhr wird die Premiere des Clips über einen Stream des Centers for Literature stattfinden.
Wie genau? Zeitnah unter www.burg-huelshoff.de nachschauen!

Glaskörperflocken

(c) Philipp Wachowitz

„Was wir tagtäglich wahrnehmen, nehmen wir wiederholt war.
Was wir wiederholt wahrnehmen, studieren wir ein.
Wiederholung ist der Schlüssel zur Gewohnheit.
Was wir gewohnt sind, nehmen wir als gewöhnlich war.“

Viel zu oft geraten Diskussionen aus dem Ruder,
weil weder Atmosphäre noch Zeitpunkt stimmen.
Hier wurde versucht, es besser zu machen und einen Raum der Begegnung
– einen Resonanzraum – zu schaffen.
Angeregt durch eine Lese-Performance und ein Hörstück sollte bei einer Tasse Tee gemeinsam über (Alltags-)rassismus nachgedacht werden.