Alle Artikel von “Dean Ruddock

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Termine 2017 II

8.09.2017  Poetry Slam. Waldarbeiterhütte, Lichtenau-Kleinenberg. Moderation
21.09.2017  Lesebühne. Lyriker Lounge. Globetrotter, Paderborn. Moderation

5.10.2017   Poetry Slam. Schloß Holte-Stukebrock. Moderation
13.10.2017  NRW-Meisterschaft im Poetry Slam. Siegen.
26.10.2017  Lesebühne. Lyriker Louge. Globetrotter, Paderborn. Moderation
28.10.2017  Workshop im Rahmen des Kulturrucksacks. Altenbeken. Infos & Anmeldung
2.10.2017  Ambient-Night. Lesung. Theater Paderborn.

4.11.2017  Workshop im Rahmen des Kulturrucksacks. Altenbeken. Infos & Anmeldung
16.11.2017  Lesebühne. Lyriker Louge. Globetrotter, Paderborn. Moderation

21.12.2017 Lesebühne. Lyriker Louge. Globetrotter, Paderborn. Moderation

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“Vögel auf Stromleitungen – Version B” gewinnt den Preis der westART-Zuschauerjury…

…bei den 63. Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen im NRW-Wettberwerb.

Die Westart live-Zuschauerjury verlieh uns einen Preis,
mit dem Kamil (mit Haaren) und ich (ohne…)
unser nächstes (Poesiefilm-?)Projekt in Polen finanzieren werden (der Flug war der Publikumspreis im NRW-Wettbewerb des ZEBRA Poetry Film Festivals).

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Vielen Dank an die Jury, stellvertretend für alle sei Herman Reichold genannt.

westART-Jury

Vielen Dank an das Festivalteam für den angenhemen und inspirierenden Aufenthalt. Genannt seien Carsten Spicher under Alexander Schmid.

Vielen Dank an Sophie und Oliver, ihr wisst warum.

Vielen Dank an Karsten Strack, Mona Berger und Susanne Kirchner, deren tägliches Engagement solche Filme in letzter Konsequenz erst möglich macht.

Vielen Dank natürlich an alle, die irgendwie mit drin steckten:
Kamil Hertwig (Kamileonfilm, No Drama), Kamera & Schnitt.
Daniel Yanik (FILMOND), Soundrecording.
Mirko Bunse, Musik.
Yannic Hauske, Übersetzung.
Gesche Hausin, Fotos, Begleitung, Support.
Paderborn für die Kulisse. Bist ‘ne tolle Stadt. Hör nicht auf die anderen.

Eine ältere Version des Clips, zum nachschauen:

Die Jury hat zudem eine sehr schöne Begründung verfasst:

“Ein gewaltiger Bilderrausch in Schwarzweiß. Videoclip-artige Szenen werden zu einer Poetry Slam-Collage montiert und damit zu filmischer Poesie. Auf künstlerische und unterhaltsame Weise erzählt der Film von der Vielseitigkeit und Schönheit des Lebens, aber auch von den Schwierigkeiten, in der Flut der auf uns einwirkenden Informationen eine persönliche Orientierung zu finden. Ein Film aus NRW mit den Bildern und der Sprache unserer Region: visualisierte Dichtung, die uns berührt – und auch etwas schwindelig gemacht hat.”

Zu den anderen Preisträger*innen

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Hundejahre, Katzenleben (1.2017)

Aristokraten Katzen, heimatlose Hunde;
wachsen in derselben Straße auf,
treffen sich zur Schäferstunde.
Jahre später: Kunde und Verkäufer ,
im selben Supermarkt,
der Aristokrat zahlt passend für den Fisch
und wünscht noch ´nen guten Tag,
Steigt in den Käfer.
Im ersten Gang über’n Zebra-
Streifen und denkt nicht an die
Schäferzeiten.
Der heimatlose Hund indessen:
Zählt herdenweise Schafe.
Überlegt noch stundenlang,
ob die beiden sich vor Hundejahren,
In einem anderen Leben schon mal trafen.

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Hiobsmomente (8.2016)

(ursprünglich eine Auftragsarbeit für das Diözesanmuseum Paderborn, Thema war eine Hiobstatue aus der Caritas-Ausstellung)

Meine hölzerne Haut
Ist vom Holzwurm besessen
Schau durch meine Wurmlöcher
in verbrannte Momente
sie lassen mich nie vergessen

Sie sind meine Pein,
mein ein und alles
Fangen mich auf
Im Falle des Falles

Auf der Suche nach dem Grund
Stürzen wir in die Tiefe

Sind wir schon am Wendepunkt?
Auf dem Weg zurück nach oben?
Unter zitternden Sternen
Auf gefrorener Erde
Durch brennende Luft

Und jetzt hier, hier, hier
„Hier tut es mir leid, hier und hier.“, sagt er,

der Mann zieht (Bewegung, atmen)
zeigt auf seinen Kopf
seine Brust
und die Stelle, an der seine Lungen sein müssten.

Seine Lungen haben bestimmt Brandlöcher,

so wie das eine Hemd von mir, dass ich anhatte, während ich betrunken geraucht habe.

„Rauchen?“, fragt er mich.

Rauchen hemmt den Appetit und den hatte er schon länger nicht mehr,
aber solange man lebt, soll man rauchen.

Rascheln und Knistern, ein Klicken
der bläuliche Geruch von Tabak.
Moleküle in der Nase.
Gedanken im Kopf.

Er denkt:
Die Zeit schlägt Wurzeln
Wie Wunden auf der Haut,
die Nachts zu Portalen werden
aus denen all die Ängste
wie Milben gekrochen kommen

zerkratzter Schlaf
blutiges Bett
verkrusteter Morgen
Zerbombte Stadt

Brennende „Wundervögel“
Ganz ohne Auferstehung
Ganz ohne Wunder
Asche
Hat meine Zähne gelb gemacht,
Meine Gedanken düster

Meine hölzerne Haut
Ist vom Holzwurm besessen
Schau durch meine Wurmlöcher
in verbrannte Momente
sie lassen mich nie vergessen

Sie sind meine Pein,
mein ein und alles
Fangen mich auf
Im Falle des Falles

Braucht (das) Leben einen Grund?
Manche sagen, das Leben sei wie das Meer.
Manche sagen, das Leben sei eine Linie.
Manche sagen, das Leben sei eine Parabel,
mit seinen Tiefpunkten,

Aber wenn man bei Windstille am Strand steht,
sieht das Meer von weitem aus wie eine Linie, hinten am Horizont.

Dann, wenn man ganz nah ran geht,
erkennt man, das Auf und Ab der Wellen,
darunter ist irgendwo der Grund.
Gibt es keinen Grund, dann ist da nur die Tiefe, das macht uns manchmal Angst,
wie das entfernte Heulen von Schakalen,
das Klagelied des Windes, oder der Blick in den Spiegel

Noch einmal:
Braucht Leben einen Grund?
Es gedeiht auch in der Schwebe,
im Parabelflug
ohne Boden
ohne Pflug
an den widrigsten Orten
vielleicht sogar auf dem Mars
aber ganz sicher in der Wüste.
zwischen staubigen Palästen
die mehr sahen als der hölzerne Blick, die hölzerne Haut,
dieser Statue,
sie gingen durch Feuer und viele Hände
mag man ihre Momente auch vergessen, ist ihr Fall noch nicht zu Ende

Von da wo ich stehe, sieht man keinen Grund,
nur Formen,
die sich wiederholen, Dauerrotation,
morgens schon
und die Frage: Warum?

Es gibt keine Antwort
Wenn man keine Fragen stellt,
sicher,
sich niemals irgendetwas fragt
Aber nur weil man fragt, gibt es noch lange keine Antwort.

Ohne Frage; wir brauchen eine Antwort.

Ansonsten bewerfen wir uns grundlos gegenseitig mit
Falscher Schuld und
echtem Schund
So sind wir weniger Meer
Sondern der Grund

Wir sind die Holzwürmer in einer Hiobstatue

Während die sich wünscht, solange durch die Welt zu Stürzen, bis es wieder aufwärts geht,

fragen wir uns, was ist,
wenn das Holz, aus dem sie ist,
den Erdkern nicht versteht

statt zu begreifen:
wir sind das Chaos, die Krise
und die Wüste
Wir sind das Feuer und das Holz,
die Asche und der Wind, der sie zerstreut

Wir legen einander ins Bett
oder setzen uns in Brand

Wir sind der gründlichste Abgrund
Und unsere tiefste Untiefe
Wir sind die Milben,
das Jucken in der Nacht

wir selbst
beschenken uns mit Leid

…aber auch mit Leben

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Das Maisfeld im Wald (9.2015)

1. Das Signal

Ich sitze immer im Zug, wenn mir dieser Traum vom Maisfeld einfällt
Und fühl mich
Entrückt und versetzt
Verrückt und entsetzt
Delokalisiert
Wie wenn man im Zug telefoniert
Und das Signal verliert

„Hallo? Hörst du mich?“
Es wird nicht besser, wenn man schreit.
„HALLO? Die Verbindung ist… “
– Es wird nicht, besser wenn man schreit. –
So funktioniert das nicht.
Aber jeder im Zug weiß jetzt, dass du keine Verbindung mehr hast.
Trotzdem geht es weiter.
Ob du sitzen, bleibst, oder stehst,
dich hinlegst, oder gehst,
ob du willst oder nicht
-es zieht alles weiter, im Zweifel auch ohne dich
Darum heißen Züge auch Züge.
Und nicht Ziegen, oder Böcke, oder bockige Ziegen.
Denn wurde man Druck ausüben, oder schieben, gäb’s einen Schlag, mit dem Hinterlauf, lauf, lauf, auf, schlag lauf…
Lauf.
Kreis, lauf.
Wenn alles ein Kreislauf ist, warum dann vorwärts gehen?

Durch und durch und durch

2. Das Maisfeld im Wald

Jeder ist schon mal im Traum geflogen, oder gefallen.
Aber keiner, wirklich keiner, weiß wie man landet.
Weil man vorher aufwacht,
Aufschlag,
Lid-Schlag.

Ich sehe ein Maisfeld im Wald,
unten im Tal,
die Brücke darüber,
führt einen Weg aus Stahl –
in beide Richtungewiss,
unten ist
ein Maisfeld im Wald.

Das Fichtendickicht
Und das Eichengeäst bilden
Grüne Wände, kein Ende in Sicht,
in sich geschlossen,
ein Kreislauf aus Stahl gegossen.

Ich kann das Viadukt von hier nicht sehen.
Den Weg über’s Tal.
Alle können das verdammte Viadukt sehen, aber ich seh’s nicht.
Die Schienen, denen sie folgen,
den Streif aus Silber,
den roten Faden aus Stahl.

Das, was für dich ist, ist nicht für mich.
Aber ich bemühe mich.
Ich bemühe mich doch.
„Steht’s bemüht.“
Aber nie ganz da.
Nie ganz dabei,
bye, bye.
Alles zieht vorüber,
alles zieht vorbei,
dabei,
sieht man den Wald vor lauter Bäumen
und das Feld vor lauter Mais nicht?
Manchmal weiß ich,
manchmal weiß ich auch nicht.

Wie kann man sich überhaupt verirren, wenn man nie einen Weg hatte?

Irgendwo in der Schwebe, dreidimensional, nichtmal wissen, wo unten ist, unten…

3. Bridge/Brücke

„Hallo?
Wie tief? “
Da unten ist ein Maisfeld im Wald,
ich mittendrin, alles sieht gleich aus,
alles ein Kreislauf,
lauf,

Stop.

Ich kann es mir eigentlich nicht vorstellen,
und du kannst es nicht abstellen,
aber sich sag dir:
jeder ist schon mal im Traum geflogen. Oder gefallen. Aber keiner, wirklich keiner weiß, wie man landet, weil man dann aufwacht, (Aufschlag,) Lid-auf-schlag.

Alles läuft im Kreis, alles zieht vorbei. Auch wenn keiner weiß,

wie das alles geht, kann ich immer noch bleiben,

und fragen,

wie’s dir geht.

-„Hallo. Wie geht es dir?“

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Dean mit Wilken im Lokalfernsehen. Wow.

Quelle: WDR

Quelle: WDR

Seit einigen Wochen sieht man mich nun gemeinsam mit Wilken Ordelheide in der Lokalzeit OWL vom WDR, wo wir gemeinsam in die Welt der sprachlichen Abnormalitäten von Ostwestfalen und Jugendlichen einführen.
Ich bin in diesem Fall Botschafter der Jugend, solange ich noch kann… Klickt man auf das Bild, wird man zur Mediathek von der ARD geleitet, da gibt’s dann einen der Beiträge, die mittlerweile erschienen sind.
Gönnt euch den litten Stuff.

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2017 I

Schulworkshops sind in der Regel nur für Besucher_innen der entsprechenden Schule. Bei allen anderen Workshops kann sich unter dem angebenen Link angemeldet werden.
Kein Anspruch auf Vollständigkeit oder vollständige Korrektheit – im Zweifelsfall nachfragen.
Momentan haben andere Projekte priorität, daher so wenig Termine…

19.01.2017   Lesebühne. Lyriker Lounge. Globetrotter, Paderborn (Moderation)
21.01.2017   Workshop. Stadtbibliothek Brilon.

16.02.2017   Lyriker Lounge. Globetrotter, Paderborn (Moderation)
18.02.2017   Charity Dinner für den CSD in Bielefeld. JZ Kamp. (Gastauftritt)

10.03.2017   Poetry Slam. Luna Sennestadt, Bielefeld-Sennestadt.
16.03.2017   Lyriker Lounge. Globetrotter, Paderborn (Moderation)
30.03.2017   Poetry Slam. Lok Sportsbar, Brilon. (Moderation)

11.04.2017 Session. SpecOps, Münster. (Texte, Filme)
20.04.2017   Lyriker Lounge. Globetrotter, Paderborn (Moderation)

12.05.2017   Sonderveranstaltung. Diözesanmuseum, Paderborn.
18.05.2017   Lyriker Lounge. Globetrotter, Paderborn (Moderation)
23.05.2017   Städtebattle OWL vs. Ruhrgebiet. Kulturwerkstatt, Paderborn.

4.06.2017    Slam-Revue. Paderkultour, Paderborn. ( mit Fatima Talalini und Anke Fuchs)

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Publikumspreis für den besten Poesiefilm aus Nordrhein-Westfalen

Die Preisträger, Jury und das Team des ZEBRA Poetry Film Festivals Münster | Berlin - Foto: Thomas Mohn

Die Preisträger, Jury und das Team des ZEBRA Poetry Film Festivals Münster | Berlin – Foto: Thomas Mohn

Im Rahmen des ZEBRA Poetry Film Festival Münster I Berlin wurde Kamil Hertwig und mir für unseren Poetry Clip “Vögel auf Stromleitungen” der Publikumspreis für den besten Film aus NRW verliehen.
Danke dafür und für dieses inspirierende Festival an das ganze ZEBRA-Team.

Einige der anderen preisgekrönten Filme sind online verfügbar. Es lohnt sich, sie zu suchen.

Moderator Knut Elstermann mit Dean Ruddock, Gewinner des NRW Wettbewerbs - Foto: Thomas Mohn

Moderator Knut Elstermann mit Dean Ruddock, Gewinner des NRW Wettbewerbs – Foto: Thomas Mohn

 

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